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Warum schreit es?

Einfach Mama und Papa spüren

Warum schreit es denn schon wieder? So fragt sich manche Mutter, die scheinbar alles Erdenkliche getan hat, um ihr Baby zufrieden zu stellen. Babys schreien aus vielerlei Gründen - sie sind hungrig, das Bäuchlein drückt; sie schreien, wenn sie übermüdet sind; sie schreien, wenn ihnen langweilig ist, wenn sie liebevolle Zuwendung brauchen und sie schreien ganz einfach so, weil sie ihre „Schreistunde” haben.

Lernen Sie Ihr Baby verstehen!

Für junge Mütter ist das Schreien ihres Babys nur am Anfang verwirrend. Schon bald werden Sie verstehen, was Ihnen Ihr Kind sagen möchte. Grundlos schreit das Baby jedenfalls in den seltensten Fällen. Doch was können Sie tun, um Ihr Baby zu beruhigen?

Das Baby hat Hunger

Sie werden es im Gefühl haben, ob Ihr Kind schon wieder hungrig ist oder ein anderer Grund zum Schreien vorliegt. Gestillte Babys entwickeln innerhalb weniger Wochen ihren eigenen Rhythmus. Dieser wird in der 4., der 6. und 12. Woche durch so genannte Wachstumsschübe gründlich gestört. D. h., es gibt Tage, an denen das Baby dauernd hungrig ist. Legen Sie Ihr Kind einfach öfter an und schon nach 2-3 Tagen hat sich das Angebot auf die Nachfrage eingestellt.

Baby hat volle Windeln

Erfahrungsgemäß stört das die Kleinen viel weniger, als die Erwachsenen glauben. Ein wunder Po allerdings tut allen Babys sehr weh und lässt sie schreien.

Nicht die Nerven verlieren, sondern tief Luft holen

Auch wenn das Baby scheinbar grundlos schreit, bringt es überhaupt nichts, ärgerlich zu werden. In solchen Situationen hilft nur eines: Wechseln Sie sich mit Ihrem Partner ab! Bitten Sie Ihren Partner, das Baby so lange zu wiegen und zu tragen, bis wenigstens Sie Ihre innere Ruhe wieder gefunden haben und sich mit neuer Kraft um Ihr Kind kümmern können. Das Abwechseln hat sich übrigens auch nachts bewährt, um übermüdeten Müttern wenigstens hin und wieder eine erholsame Nachtruhe möglich zu machen. Meistens lässt sich dies am Wochenende am besten einrichten.

Das Baby ist krank

Wenn Ihr Baby schreit, könnte es auch Zähnchen bekommen, Ohrenweh haben oder sonst krank sein. Wenn Sie den Verdacht haben, dass etwas nicht stimmt, nehmen Sie einen Fieberthermometer und scheuen Sie sich nicht, Ihren Kinderarzt zu fragen - auch außerhalb der Sprechzeiten.

Hunger nach Zärtlichkeit

Babys schreien auch dann, wenn sie sich einsam und verlassen fühlen oder besonders viel Zärtlichkeit brauchen. Nehmen Sie Ihr Kind auf, trösten Sie es, streicheln Sie es und singen Sie ihm etwas vor. Und lassen Sie sich bitte von niemandem einreden, Sie würden Ihr Kind verwöhnen! Bedenken Sie immer, dass Ihr Kind Sie und Ihre Zuneigung so dringend braucht wie Nahrung und Wärme. Wie soll es z. B. Vertrauen zu Ihnen entwickeln, wenn Sie sein Schreien ignorieren? Schließlich kann es sich Ihnen nur in „schreiender Weise” mitteilen.

Auch Langeweile heißt: Nimm mich in den Arm!

Und auch das gibt es: Manche Babys schreien einfach so, weil ihnen langweilig ist und sie die Mami rufen möchten. Langeweile heißt: Bitte Mami, nimm mich ein bisschen auf den Arm, zeig mir etwas Neues von der Welt, spiel mit mir, sing mir etwas vor, zeig mir, wie lieb du mich hast!

Tägliche Schreistunden

Es gibt Babys, die lassen sich durch nichts, aber auch wirklich gar nichts beruhigen. Diese Kinder absolvieren Tag für Tag, fast immer um die gleiche Uhrzeit, ihre berühmte „Schreistunde”. Wenn Sie so ein Baby haben, sollten Sie nicht verzweifeln, sondern diese Stunde für einen Spaziergang nutzen. Frischer Wind um die Nase tut allen Beteiligten gut.

Baby hat Bauchweh

Viel schwieriger ist das Baby zu beruhigen, wenn es Bauchweh hat. Und das Bauchweh kann mehrere Gründe haben: Manche Kinder schlucken beim Trinken zu viel Luft, die trotz Bäuerchen nicht heraus will. In diesem Fall ist es ratsam, öfter kleine Mengen zu trinken zu geben. Um Blähungen zu vermeiden, bereiten viele Mütter bereits die Säuglingsnahrung mit Fencheltee zu und stillende Mütter nehmen selbst keine blähenden Speisen zu sich. Will auch das nicht helfen, könnten Sie es mit einer behutsamen Massage oder Blähsalbe versuchen. Auch ein warmes Bad, die Wärme eines Dinkelkissens oder Fußreflexzonenmassage können entspannend wirken. Ebenso hilfreich kann es sein, das Baby auf den eigenen Bauch zu legen und sacht hin- und herzuwiegen. Und wenn auch das nicht hilft? Dann ist es gut zu wissen, dass die so genannten Drei-Monats-Koliken nach etwa 3 Monaten wirklich vorbei sind.