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Kleine Allergiekunde

Wissenswertes über Allergien - Risikofaktoren

Was können Eltern tun, damit ihre Kinder nicht an einer Allergie erkranken? Das Wichtigste zuerst: Stillen ist das Beste! Zum großen Glück für die kleinen Erdenbürger hängt es nicht nur von den Genen ab, ob, wann und wie stark ein Kind „allergisch” reagiert. So haben international angelegte Studien immer wieder gezeigt, dass Kinder, die mindestens 6 Monate ausschließlich gestillt wurden, am allerbesten vor Allergien geschützt sind. Wichtig dabei: Es darf während dieser Zeit nicht zugefüttert werden!


Zigarettenrauch „stinkt” jedem Baby!

Ob vor oder nach der Geburt - wenn Vater oder Mutter rauchen, bleibt den Kindern die Luft weg! So verzögert sich z. B. das Lungenwachstum während der Schwanger- schaft, die Gewichtszunahme lässt zu wünschen übrig und das Allergierisiko der Kinder steigt stark an.

Tierliebe - ein „haariges” Thema

Familien mit erhöhtem Allergierisiko sollten in den ersten Lebensjahren ihrer Kinder am besten auf felltragende Haustiere verzichten. Da bereits wenige Tierhaare genügen, um eine allergische Reaktion auszulösen, reicht es nicht, die Katze z. B. aus dem Kinderzimmer zu verbannen!

Augen auf beim Stramplerkauf!

Achten Sie beim Kauf von Babybekleidung auf einen hohen Anteil an Baumwolle oder Seide (keine Rohseide!). Denn diese Fasern haben - anders als z. B. Wolle - eine glatte Oberfläche, die die kindliche Haut nicht zusätzlich irritiert.

Hygiene ist gut - wenig Chemie ist besser!

Ob Wäschepflege oder Reinigung der Haut - wer hier nach dem Motto „weniger ist mehr” handelt, erspart der empfindlichen Kinderhaut eine ganze Reihe von chemischen Stoffen, die allergische Reaktionen auslösen können.

Was ist mit Teppichböden und Federbetten?

Einerseits gelten Teppiche als Staubfänger und Allergenreservoir. Andererseits wird der Staub im Teppichboden anders als auf glatten Böden festgehalten und erst beim Staubsaugen freigegeben. Für das Wohlbefinden Ihrer Kinder ist es wichtig, dass Sie regelmäßig Staub saugen - am besten mit Mikrofilter - damit die Allergene nicht wieder nach hinten hinausgeblasen werden. Glatte Fußböden sollten feucht gewischt werden, da beim Kehren zu viel Staub aufgewirbelt wird. Je wohler sich die Hausstaubmilben fühlen, desto unangenehmer wird es für das allergiekranke Kind. Doch bevor Sie zu Spezialbetten und Spezialbettwäsche greifen, empfiehlt es sich, folgende Tipps zu beachten: Lüften Sie Betten und Matratzen häufig an der frischen Luft. Damit wird Hausstaubmilben das feuchtwarme Klima entzogen. Regel- mäßiges Ausschütteln und Absaugen reduziert die Zahl der Übeltäter zusätzlich.

Frische Luft tut gut!

Lüften Sie Ihre Wohnräume regelmäßig - am besten 2- bis 3-mal täglich! Das beugt der Entstehung von Schimmel-pilzen vor, deren Sporen als Innenraum-Allergene bekannt sind. Außerdem wird beim Lüften die verbrauchte, mit Stickoxiden angereicherte Luft gegen frische Luft eingetauscht.


Wann darf was zugefüttert werden?

Die beste Empfehlung lautet auch hier: Beginnen Sie ab dem 6. Monat mit einigen Löffelchen pürierten Frühkarotten und geben Sie pro Woche nicht mehr als ein neues Lebensmittel hinzu. Für Ihr Kind ist diese langsame Ausweitung des Speiseplans am verträglichsten und wenn es allergische Reaktionen geben sollte, so finden Sie den Auslöser schnell heraus. Gut zu wissen: Da Ei, Nüsse, Fisch, Kuhmilch und Zitrusfrüchte bekanntermaßen häufig Allergien aus-lösen, sollten sie so lange wie möglich gemieden werden. Manche Autoren finden gar, dass sie im 1. Lebensjahr nichts auf Babys Speiseplan zu suchen haben.

 



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